„Ich freue mich auf den weitern Verlauf des Firmwegs.“

Dies war das Fazit eines der knapp 50 jungen Menschen nach dem Starttag des Firmwegs am 3. September 2011.


Bei schönstem Wetter genossen die jungen Menschen und das Firmwegbegleitteam wiederum die Gastfreundschaft der Zisterzienserinnen im Kloster Magdenau, eine für die jungen Menschen recht ungewohnte Umgebung.
Aber die Botschaft, dass die Schwestern sie auf ihrem Firmweg mit ihrem Gebet begleiten werden, beeindruckte die jungen Menschen.

 Kein Programm zum Zuschauen

Gleich am Anfang wurde den jungen Menschen mit Hilfe des Vergleichs eines Fussballsspiels bewusst gemacht, was ihre Rolle auf dem bevorstehenden Firmweg ist:
Sie sind nicht die Zuschauer eines attraktiven Matches, d.h. eines Programms, das die Firmwegbegleiter für sie inszenieren, sie sind vielmehr die SpielerInnen auf dem Platz, ohne deren Einsatz auf dem Firmweg gar nichts läuft. Die Mitglieder des Firmweg-Begleitteams haben die Rolle der Coaches, welche die jungen Menschen begleiten, herausfordern, aber auch unterstützen.
Der Firmweg ist aber um im Bild des Sports zu bleiben keine Einzel-, sondern eine Teamsportart. Wirklich gut läufts dabei wie im Teamsport nur, wenn jeder vollen Einsatz gibt. 

Vertrauen als wichtige Grundlage

Dieser anfänglichen Klarstellung in Worten folgten sogleich Taten. Das gegenseitige Vertrauen, das Gefühl sich einander anvertrauen und sich aufeinander verlassen zu können ist eine ganz wichtige Voraussetzung für einen gelingenden Firmweg.
Was das heisst, konnten die jungen Menschen gleich handfest ausprobieren: Blind mussten sie sich der Führung eines ihrer KollegInnen anvertrauen, welcheR seinerseits erfahren konnte, was es heisst Verantwortung für eine ganze Gruppe zu übernehmen.
Diese herausforderungsreiche Übung wurde anschliessend in der Gruppe reflektiert und kam bei den jungen Menschen sehr gut an: „Es war sehr eindrücklich, wie wir einander gegenseitig vertrauen mussten.“ so das Feedback einer jungen Frau.

Wie gut ist der Teamgeist?

Teamgeist ist in verschiedensten Bereichen ein ganz wichtiger Begriff. Auch auf dem Firmweg ist das Aufbauen eines guten Teamgeists wichtig. Doch wiederum soll darüber nicht einfach geredet, sondern aus praktischen Erfahrungen gelernt werden.
In 8 neu zusammengewürfelten Teams traten die jungen Menschen in einem Wettbewerb gegeneinander an. Nach genauen Vorgaben hatten sie als Team ein Gefährt zu konstruieren, das dann nach verschiedenen Kriterien bewertet wurde.
Die jungen Leute stürzten sich emsig in die neue, kreative Herausforderung. Vor dem Wettrennen und der Bewertung der Gefährte galt es in jeder Gruppe kritisch zurückzuschauen, auf das, was in der Gruppe abgelaufen war? War in der Gruppe wirklich ein guter Teamgeist spürbar? Was war dazu förderlich, was hinderlich? Was können wir aus dieser Erfahrung an Wichtigem für den Teamgeist auf dem Firmweg mitnehmen?
„Ich habe gemerkt, dass ich gut mit andern zusammen arbeiten kann.“ oder „Ich nehme für mich mit, dass man nur so stark ist, wie der schwächste in der Gruppe.“ so die Erkenntnisse von zwei der jungen Menschen.

„Ich kenne die meisten“

So lautete die Einschätzung vieler. Tatsächlich hatten viele eine gemeinsame Schulzeit oder verbringen teilweise auch heute noch die Freizeit miteinander.
Aber das mit dem Kennen ist so eine Sache. Wenn’s um eher oberflächliche Dinge geht, dann kennt man schnell viele. Doch wie gut kenne ich die andern, wenn es um tiefer gehende Fragen geht?
Mit solchen wurden die jungen Menschen in der nächsten Runde konfrontiert, wo sie die Meinung ihrer KollegInnen zu tiefer gehenden Fragen des Lebens und Glaubens einschätzen mussten.
„Das Personalityspiel hat geholfen, einander besser kennen zu lernen.“
„Die meisten Leute habe ich schon gekannt, jedoch habe ich jetzt Neues von ihnen erfahren.“
„Vor allem beim Spiel, wo man die andern einschätzen musste, gab es die eine oder andere Überraschung.“ so drei der jungen Menschen.

Meine Firmwegkerze

Bei der Taufe erhielten die jungen Menschen eine Taufkerze, Symbol für den christlichen Glauben, dass alle Menschen das Lebenslicht von einem Gott erhalten haben, der uns auf unserm Weg hier in dieser Welt und auch darüber hinaus mit seinem Licht begleitet und uns gute Wege zeigen will.
Doch die jungen Menschen sollen nicht einfach irgendwelche Glaubenswahrheiten auswendig lernen, Glaubenswahrheiten haben nur dann im konkreten Leben eine Bedeutung, wenn ich mich kritisch und existenziell mit ihnen auseinander setze.
Das soll auf dem Firmweg passieren. Dazu diente auch die Aufforderung an die jungen Menschen, eine Firmwegkerze zu gestalten, die etwas von ihrem Glauben, etwas auch von ihren Hoffnungen an den Firmweg ausdrücken.
Gar keine so leichte Aufgabe. Doch die jungen Menschen liessen sich darauf ein und es entstanden eindrückliche Kerzen, die bereits Zeugnis einer ersten Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben am Anfang des Firmwegs waren.
„Es war toll und ich nehme vom Starttag mit, dass man gewisse Dinge tiefer hinterfragen sollte.“ so drückte sich ein junger Mann dazu aus.

Schlussritual

Niemand geht seinen Lebensweg, auch den Firmweg ohne Rucksack, d.h. jedeR hat gewisse Begabungen, Fähigkeiten, Stärken, die er auf seinem Weg für sich und andere einsetzen kann.
In einer letzten Einheit ging es um eine Auseinandersetzung mit diesen Stärken. In einem symbolischen Schlussritual wurden diese Stärken zur Nahrung eines Feuers, das die gute und positive Kraft, den guten Geist, ja auch den Hl. Geist symbolisiert, der die jungen Menschen auf ihrem Weg begleitet.

Mit einem gemütlichen Zusammensitzen in der SpurBar klang ein eindrücklicher Starttag aus.

 

Einige Feedbacks

 „Guter Start, gutes Kennen lernen, Teamgeist war gefordert, auch wenn man die Leute noch nicht so gut kannte.“

„Sehr spannend, da auch viel mit Spielen gezeigt wurde.“ 

„Die Leiter sind verständnisvoll und können den Gedanken von uns Jugendlichen folgen.“

„Guter Teamgeist, neue Erfahrungen.“

„Die Themen waren gut gewählt.“

„Da ich niemanden kannte, fand ich es super, wie die Gruppen immer wieder gewechselt wurden. So waren nicht immer die Gleichen zusammen.“

„Die Arbeiten / Spiele waren sehr witzig und liessen jeden mal zu Wort kommen.“

„Jeder hat jeden berücksichtigt und mit Respekt behandelt.“

„Guter Start, viele neue Aspekte von Religion und Gott.“

 „Es war sehr offen gestaltet und abwechslungsreich.“

„Ich nehme für mich vom Starttag mit, dass man keine Angst haben muss, die eigene Meinung zu vertreten und einzubringen...“

„Ich nehme vom Starttag mit, dass wir eine teamfähige, humorvolle und gut Gruppe inkl. Leiter sind.“

 „Das Personalityspiel hat geholfen, einander besser kennen zu lernen.“

„Isch super gsi, all diä Themä und es hät super viel Spass gmacht.“

„Es war besser als erwartet, überhaupt nicht langweilig. Verarbeitung verschiedener Themen war tipptopp. Der Glaube ist nicht so langweilig, wie ich dachte.“

„Es war sehr abwechslungsreich. Ich habe versucht, immer gut mitzumachen und ich hoffe auch, dass es mir gelungen  ist.“

„Ich bin offen für Neues.“

„Ich bin sehr gut gestartet, mit nehme ich viel Motivation für die weitern Abende.“

„Es waren gute Teamarbeiten. Vor allem auch da, wo man andere einschätzen musste. Das Ziel des Tages wurde voll erreicht.“

„Wir sind ein lustiger Haufen, voller Ideen!“

 „Man hat viel übereinander erfahren und viel über sich erzählt.“

„Es war toll, ein guter Anfang, auf den man aufbauen kann.“

„Ich fand es gut, dass wir unsere Firmwegkerze gestalten konnten.“

„Ich finde, das war ein sehr guter Start.“

„Es waren spannende Themen und man konnte zwischendurch auch etwas gestalten. Es war abwechslungsreich und gut vorbereitet.“ 

„Hat Spass gemacht! Neues! Gute Methode, aufgestellte Begleitung.“

„Es war lustig uns schön, alte Kollegen wieder mal zu sehen.“

Ich fand die Spiele lustig und auch dass man kreativ etwas herausgefordert wurde.“

„Ich habe mir Mühe gegeben, mich gut zu integrieren.“

„Es wurde vieles schön und unterhaltsam auf den Punkt gebracht.“

„Ich freu mich auf weitere Treffen, um die Leute wieder zu sehen und Freude an den Aufgaben zu haben und diese gemeinsam zu lösen.“

„Der Starttag war von A - Z super.“

„Ich bin gut auf den Firmweg gestartet! Mir ist bewusst, dass ich mit dem Firmweg wachsen und reifen werde!“

„Ich denke, ich habe gezeigt, was ich kann und habe mein Bestes gegeben.“

„Es ist gut und schön zu sehen und zu spüren, wie man sich ändern kann.“