Leben - Tod - Leben nach dem Tod...

Mitten im Dorf liegt er, der Friedhof Wisental. Mitten unter den Lebenden, der Ort der Verstorbenen. Leben und Tod in nächster Nähe zueinander. Leben und Tod standen an diesem Firmwegabend im Zentrum.

Die jungen Menschen begaben sich zum Einstieg in diesen Abend auf den Friedhof. Für viele junge Menschen scheint dieser Ort und die damit verbundene Tatsache der Endlichkeit unseres irdischen Lebens weit weg.
Es ist zwar allen bewusst, dass der Tod im wahrsten Sinn des Wortes eine todsichere Realität ist, die uns alle irgendwann betrifft.

Tod nicht nur Thema für alte Leute

Aber beim Gang auf dem Friedhof wird einem bewusst: Es sind nicht nur alte Leute, die hier begraben liegen, der Tod kann Menschen jedwelchen Alters betreffen. Ganz besonders wird einem das an der Ecke des Friedhofs bewusst, wo die Kindergräber sind. Die jungen Menschen verweilten ein paar Minuten dort und hörten von einer Erfahrung, die Hans als Seelsorger im Zusammenhang mit dem Tod und der Beerdigung eines Kindes machte.

Der Friedhof ist ein spezieller Ort, aber er ist nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch der Hoffnung. Auf zahlreichen Grabsteinen sind Symbole dieser Hoffnung zu sehen, dass dieser Friedhof nicht der letzte Ort im Leben dieser Menschen ist. Die jungen Menschen wurden darum eingeladen, diesen Hoffnungszeichen ein wenig nachzuspüren und eine Kerze an ein Grab zu stellen, zu dem sie entweder einen persönlichen Bezug hatten, oder das sie irgendwie sonst berührte. „ Ich fand es gut, dass wir auf den Friedhof gegangen sind. Ich war schon lange nicht mehr dort. Ich habe für mich auch eine Antwort  auf wichtige Fragen erhalten und kann mir auch bessere Gedanken machen.“ So das Feedback eines jungen Mannes.

Anschliessend setzten sich die FirmkandidatInnen mit der Frage auseinander, was der (zu frühe Tod) eines ihnen nahe stehenden Menschen bei ihnen auslösen würde oder ausgelöst hat und inwiefern der christliche Glaube ihnen in einer solchen Situation eine Hilfe sein könnte. „Ich nehme für mich von diesem Abend mit, dass wenn man an etwas glaubt, es einem in schwierigen Situationen weiter helfen kann.“ so meinte eine Firmkandidatin und ihr Kollege schrieb: „Der Tod ist eines der Themen, bei denen ich sagen kann, dass der Glaube mir hilft.“

Leben nach dem Tod?

Eine der drängendsten Fragen, mit denen sich Milliarden von Menschen schon auseinander gesetzt haben ist, ob der Tod wirklich das Ende unserer Existenz sei oder ob es ein Leben nach dem Tod gebe. Die jungen Menschen stellten sich diese Frage auch. Es gab sehr spannende Diskussionen mit verschiedenen Ansichten:

„Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass es nach dem Tod weiter geht. Natürlich habe ich da auch gewisse Vorstellungen, aber ich könnte mich nicht auf etwas Konkretes einigen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass wir uns ein solches Leben nur einreden als eine Art „Selbstschutzmechanismus“, um die Angst zu vertreiben...“ so die Meinung eines jungen Mannes. Hier eine Auswahl von weitern Meinungen:

„Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod. Ich würde auch nicht ewig leben wollen, sondern irgendwann ist dann halt Schluss und man sollte die Zeit bis da hin geniessen und nicht auf eine besseres Leben nach dem Tod hoffen.“

„Ich hoffe sehr, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, es ist nur schwer vorzustellen. Es gibt zwei Seiten: die Biologische und die Religiöse. Mein Verstand leitet mich in die Biologische. Jedoch hoffe und glaube ich auch an die religiöse Seite. Oder dass ich die Antwort spätestens vor oder nach dem Tod weiss und ich wünsche mir, dass meine Hoffnung erfüllt wird.“

„Ich denke, auch nach dem Tod kann es nicht einfach vorbei sein. Irgendetwas muss sein. Warum also nicht ein Leben nach dem Tod!?! In welcher Form das sein wird, kann ich mir nicht genau vorstellen... Vielleicht lebt man im Himmel weiter wie in einer heilen Welt. Vielleicht wir man ein Engel, der andere Menschen beschützt.“

Ostererfahrung als Zentrum des christlichen Glaubens

Anhand eines Filmausschnitts setzten sich die jungen Menschen mit der biblischen Botschaft von Tod und Auferstehung von Jesus und mit der Erfahrung des Thomas auseinander. Kann diese biblische Botschaft uns Vertrauen auf ein Leben nach dem Tod geben?
Ein eindrücklicher Fall einer Nahtoderfahrung aus dem 20. Jahrhundert war ein zweiter Ansatzpunkt, der den jungen Menschen die Frage nach einem Leben nach dem Tod aus einer speziellen Perspektive stellte

Als Schlusspunkt erzählte Hans, wie er die dreijährige Krebskrankheit und das Sterben seines damals 22jährigen Bruders erlebte und wie sein Bruder im Ringen mit dem Tod zum festen Glauben und Vertrauen fand, dass Gott ihn über die Schwelle des Todes in ein neues Leben tragen wird. „Lebt und geniesst euer Leben hier in dieser Welt. Ich werde mein Leben in einer neuen Welt bei Gott weiterleben und geniessen dürfen.“ das waren Worte, die der Bruder von Hans seinen Familienangehörigen und Freunden vor seinem viel zu frühen Tod mit auf den Weg gab. Hans erklärte, dass diese Worte seines Bruders vielen den Wert des Lebens vor dem Tod erst so richtig bewusst gemacht und auf der andern Seite Hoffnung und Zuversicht gegeben haben, an ein Weiterleben nach dem Tod zu glauben.

Feedbacks zum Abend

„Ich habe mir zum ersten mal richtig Gedanken über dieses Thema gemacht. Es war eine tolle Erfahrung.“

 „Mich hat die Geschichte von Hans und seinem Bruder beeindruckt. Ich werde das Leben mehr geniessen, denn es kann jeder Zeit aus sein.“

„Was mich bestimmt weiter gebracht hat, sind die Meinungen der andern und deren persönliche Erlebnisse zu diesem Thema. Die Erfahrung von Hans hat mich zutiefst berührt, da der Tod etwas ist, das jeden früher oder später betrifft.“

„Unsere Gruppe war relativ offen. Verschiedene Meinungen und Gedanken wurden geäussert. Es wurde gut zugehört.“

„Guter Anfang auf dem Friedhof. Spannende Geschichten und Filme!“

„Ich bin froh, dass das Team uns dieses Thema nahe gebracht hat. Ich sehe den Tod jetzt mit andern Augen und Gefühlen.“

 „Es ist ein wichtiges Thema, mit dem wir uns tagtäglich auseinander setzen müssen. Darum ist es auch wichtig, sich Gedanken darüber zu machen und andere Meinungen zu hören.“

„Ich fand es schön, auf dem Friedhof zu meinen Grosseltern zu gehen und ihnen meine Grabkerze zu geben. Die Gespräche über den Tod waren aufschlussreich. Man spricht sonst nicht wirklich über dieses Thema. Die Erfahrungen von Hans waren auch spannend.“

„Früher hatte ich immer Angst vor diesem Thema und habe es verdrängt. Doch dieser Abend hat mir gezeigt, dass es sich lohnt, über den Tod nachzudenken. Man bekommt Hoffnung, dass es ein Leben nach dem Tod gibt.“

„Ich war schon vorher überzeugt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Jetzt aber noch mehr!“

„Die Geschichten, die wir gesehen oder gehört haben, haben mich sehr berührt. Es war sehr interessant und ich konnte mir mal richtig Gedanken über den Tod machen.“

„Das heutige Thema war sehr interessant, mit eigenen Geschichten kann man es auch besser verstehen.“

„War ein super Thema, um mal darüber nachzudenken, obwohl es ein trauriges Thema ist.“

„Ich habe gelernt, wie wertvoll das Leben wirklich ist. Das sollte man nicht unterschätzen.“

„Man musste sich viele und besonders tiefe Gedanken machen. Was mich berührt hat, war das, was Hans erzählt hat.“

„Die Beispiele und Fragen waren gut, man musste sich in sich selbst versetzen.“

„Mir hat dieses Thema sehr viel gebracht.“

„Ich hatte wertvolle Gedanken. Das Thema hat berührt.“

„Es hat mich berührt, wie Hans seine Geschichte mit seinem Bruder erzählt hat. Ich bin wie ein wenig zuversichtlicher, dass es nach dem Tod weiter geht.“

„Ich habe meine Meinung, was das Leben nach dem Tod angeht, nicht verändert, doch glaube ich jetzt, dass es etwas Schönes ist.“

Besonders berührt hat mich die Geschichte vom Bruder von Hans. Wertvoll war auch die Zeit, in der man über den Tod nachdenken konnte. In der heutigen Zeit macht man das sonst nicht so viel.“

„Ich habe geschätzt, dass man in Ruhe nachdenken konnte, was dieses Thema für einem bedeutet.“

„Ich fand es spannend andere Meinungen zu hören und wieder einmal über nicht alltägliche Dinge nachzudenken.“

„Unsere Gruppe hat toll mitgemacht. Alle haben etwas dazu gesagt. Jeder hatte seine eigene Meinung. Dies fand ich toll.“

„D’Stimmig isch für mi ganz andersch gsi als sus, alli händ sich Gedankä gmacht über s’Lebä noch em Tod. Min Glaubä, dass es noch em Tod öpis git isch eigentli nu verstärkt wordä, wa mi freut.“