„Es ist nicht einfach eine Erfahrung, es wird mich prägen“

Mit diesen Worten fasste ein Firmkandidat zusammen, welche Wirkung die Firmweg-Reise nach Assisi bei ihm hinterlassen hat. Jan Hochreutener und Christian Lambert, zwei der jungen Leute im angehenden Erwachsenenalter, die den Firmweg Flawil-Niederglatt mitmachen, berichten im folgenden über die Assisi-Reise

 4 Uhr Morgens auf der Autobahn Richtung Assisi. 35 Firmkandidatinnen und –Kandidaten liegen im holprigen Tiefschlaf. Noch ahnen wir nicht, dass kaum 2 Stunden später keines Falls ein Hotelzimmer auf uns wartet. Bei der Ankunft wird nur das Gepäck deponiert und dann geht’s los. Bevor die Teilnehmer den ersehnten Schlaf nachholen dürfen, stehen ein langer Tag und eine Stadtbesichtigung ins Haus. Nachdem ein erster Eindruck über das Städtchen gewonnen war, kam die grosse Überraschung beim Mittagessen. Dass Italiener einen grösseren Appetit als Schweizer haben, erkannte man nämlich daran, dass die Teller vor Pasta überquollen.

 

Auf den Spuren von Franziskus und Klara

Gut genährt pilgerten die Jugendlichen zu den vielen Kirchen um mehr über Franz und Klara zu erfahren, welche oft gar nichts zu essen hatten. Die gesamte Woche über waren wir auf den Spuren von Franz und Klara.

So besuchte die Gruppe sowohl die Geburtsorte der zwei Heiligen als auch Schauplätze bedeutender Ereignisse in ihrem Leben.

Um sich in das bescheidene Leben, welches Franz und Klara vorlebten, hinein versetzen zu können, verzichteten wir einen Tag auf allen neuzeitlichen Luxus und ernährten uns bloss von Brot und Wasser. 

So zogen sich die Firmlinge in die Stille der Natur zurück, um für sich allein über den eigenen Stand im Leben nachzudenken. Dies hatte auch der Gründer des Franziskanerordens oft getan. Dabei verbrachte jeder Teilnehmer einzeln 90 Minuten in Gedanken über sich und sein Leben. Diese Erfahrung war für die meisten sehr bereichernd und hat bleibende Eindrücke hinterlassen. 

Nach einem kräftezehrenden Aufstieg erreichten die Wanderer den Ort, an den sich auch die ersten Franziskanermönche zum Kräftetanken in die Stille zurückzogen.  

 

 

Auseinandersetzung mit Glauben und eigener Person

In einem andern Rückzugsort von Franz, dem Kloster San Damiano, entstand ausserdem das berühmte Liedgebet „Laudato si“, welches die ganze Woche über immer wieder gesungen wurde.

In Vorbereitung auf die Firmung setzten sich die jungen Erwachsenen in abwechslungsreichen Diskussionen mit dem Glauben und ihrer Persönlichkeit auseinander.

Zudem durften wir einen eigenen Gottesdienst gestalten, die Begegnung mit dem Firmspender planen und die Firmzeremonie vorbereiten. Einer von uns dichtete auch noch ein persönliches Gebet, welches alle tief berührt hat.

 

Sich selbst neu entdeckt und Gott näher gekommen

Allerdings war die Stimmung nicht immer ernst. Meist herrschte eine lockere Atmosphäre und es wurde viel gelacht.

Ein Beispiel dafür war das Schlussessen in einer Pizzeria bei dem sich alle ausgelassen unterhielten und am Ende sogar noch ein Teilnehmer spontan eine Dankesrede für das Leiterteam hielt.
Darauf folgte ein kräftiger Applaus, welcher sich auch in den Feedbacks widerspiegelte mit welchen die wir das Erlebte am letzten Morgen in Assisi verarbeiteten.

Uns hat die Woche sehr gefallen denn viele von uns haben sich in der Woche selbst neu entdeckt und sind Gott näher gekommen. Nun sind wir bereit für unsere Firmung.

 

Einige Feedbacks

„Eine sehr schöne und eindrückliche Reise, das Zusammensein und die Diskussionen mit so verschiedenen Leuten waren sehr spannend. Auch die Themen waren gut gewählt und abwechslungsreich ausgeführt. Ich nehme viele positive Eindrücke mit, Kraft für den Alltag und Erinnerungen, die bleiben. Auch mein Glaube wurde klarer. Ein Erlebnis fürs Leben!“

„I hans cool gfunde, dass mer mol öppis ganz ähnlichs gmacht hend, wiä dä Franziskus damals. I ha debi erfahre, dass mer au mit ganz wenig cha läbä.“

„Ich habe sehr viel nachgedacht und mich selber besser kennen gelernt. Ich möchte mich sehr bedanken für diese Reise, sie hat mich menschlich weiter gebracht!“

„Ich konnte meinen Glauben an Gott noch mehr stärken. Es ist nicht einfach nur eine Erfahrung, es wird mich prägen.“

„Ich finde das Assisi-Journal, das wir gemacht haben toll, es ist ein Super Andenken!“

„Ich habe gemerkt, dass der Glaube einem viel mehr Unterstützung und Kraft geben kann, als ich dachte.“

„Diese Reise war ein tolles Erlebnis, das ich nicht so schnell vergessen werde. Darum möchte ich allen noch meinen Dank aussprechen.“

„Die Kirchen in Assisi ganz allgemein und im speziellen die Bilder dort fand ich äusserst eindrücklich.“

„Es war eine tolle Zeit und eine Riesenerfahrung. Auch das Leiterteam fand ich Spitze. Ich nehme für mich mit, dass ich auch mal Zeit für mich selber nehme und dass ich den Willen und das Können habe, es nur noch richtig einsetzen muss.“

„Es war eine super Woche! Wir erlebten unvergessliche Tage, wunderbare Momente, super Wetter. Kurz zusammengefasst: Super-eindrücklich, unvergesslich!“

„Die Kirchen S. Francesco und Santa Chiara haben bei mir sehr grossen Eindruck hinterlassen. Ich bin dem Thema da sehr viel näher gekommen.“

„Das Wichtigste, was ich für mich mitnehme ist, auch mal eine Pause einzulegen, Zeit für mich selber nehmen, ohne Handy, iPod, etc. Dazu kommen viele Eindrücke und Dinge, die ich über mich nachgedacht habe.“

„Als ich noch zu Hause war, war ich skeptisch gegenüber der Reise, doch jetzt möchte ich gerne noch länger bleiben mit der gesamten Gruppe. Ich weiss jetzt, dass man mit der Gruppe oft mehr erreicht als alleine. Jedoch braucht man auch Zeit für sich.“

„Ich würde die Reise mit der Gruppe auf jeden Fall  wieder machen, schade, dass es schon vorbei ist!“

„Ich nehme für mich vor allem die Einfachheit des Lebens mit.“

„Ich bin jetzt selbstsicherer und weiss jetzt besser, was meine Stärken sind und wo genau ich diese einsetzen kann.“

„Ich fand die Assisireise ein schönes und neues Erlebnis. So etwas macht man nicht jeden Tag, darum habe ich es sehr ernst genommen, auch weil ich dem Glauben näher kommen wollte. Das habe ich auch geschafft.“

„Ich fand es toll, selbst einen Gottesdienst vorzubereiten. Auch den Teil, wo die Mädchen und Jungs mal getrennt arbeiteten, fand ich sehr interessant. Ich habe Neues dazu gelernt für mich selber.“

„Es war eine eindrückliche Reise, in der man viel hinterfragte, was man sonst nie machen würde. Ich wurde ruhiger und kann noch besser zu meiner Meinung stehen.“

„War total super. Man dachte über Sachen nach, über die man sonst nie nachdenkt.“

„Das Leiterteam war einfach top. Waren sehr motiviert und mit Herzblut bei der Sache. Die Themen wurden locker, aber immer mit Niveau geführt.“

„Ich nehme für mich mit, Gott auch mal zu danken und ihn nicht nur um Dinge zu bitten.“

„Mein Glaube und mein Selbstbewusstsein wurde in Assisi gestärkt.“

„Ich erlebte das Leitungsteam sehr positiv, nett und lustig. Es war aber auch möglich, ein persönliches Gespräch zu führen.“

„Das Wichtigste: Ich habe einiges über mich und meine Beziehung zum Glauben gelernt. Ich fühle mich jetzt bereit zur Firmung.“