Das Thema des 1. Kursabends lautete Lebens- und Gewissensentscheide. Wir starteten den Abend gemeinsam, mit einem kurzen Film. Der Film handelte von Simone (17), welche ungewollt ein  Kind von ihrem Freund Pascal (18) erwartete. Der Film liess offen, ob sich die beiden für oder gegen das Kind entschieden haben. 

Anschliessend diskutierten wir die Thematik der Abtreibung in kleineren Gruppen. Nicht einfach so allgemein, sondern ganz konkret auf die eigene Person bezogen: Wie wäre es, wenn ich selber jetzt als junge Frau mit 17/18 schwanger wäre, resp. als junger Mann heute erfahren würde, dass meine Freundin schwanger wäre? Es ging darum, sich für oder gegen eine Abtreibung zu entscheiden und dies zu begründen. In den sehr intensiv geführten Diskussionen merkten wir, dass ein solcher Gewissensentscheid nicht einfach zu fällen war. Wir liessen die Frage offen und gingen über zum Song eines Schweizer Rappers.

„Angela“

Wir hörten uns gemeinsam den Song „Angela“ vom Rapper Bligg an. Dieser zeigt in seinem Lied die Liebe und Dankbarkeit für seine eigene Mutter, welche ihn ebenfalls mit 17 bekommen hatte. Wiederum stellten wir uns die Frage, ob eine Abtreibung das richtige gewesen wäre. Was bedeutet es für eine so junge Mutter, mit 17 ein Kind zu bekommen? Wie sehr schränkt dies das eigene Leben ein? Ist es richtig das Kind abtreiben zu lassen? Wäre das nicht Mord?

Auch hier liefen die Diskussionen wieder auf Hochtouren und auch hier fanden wir keine abschliessenden Antworten, kein Richtig oder Falsch. Die anschliessende Pause gab den Firmweg-TeilnehmerInnen wiederum Zeit, sich noch einmal auszutauschen. Zitat eines jungen Mannes in der Pause: „Ich glaube, wir können heute abend gar nicht mehr über ein anderes Thema reden als dieses...“

Paddy            

Nach der Pause ging es mit dem Text von Paddy weiter. Paddys Freundin erwartete ebenfalls ein Kind von ihm. Paddy und seine Freundin entschieden sich vorerst gegen das Kind. Sie waren überzeugt, noch zu jung zu sein, um bereits Eltern zu werden. Doch dieser Entscheid plagte Paddy lange, und so fand er sich in seiner Not plötzlich in der Kirche wieder. Paddy wandte sich in seiner Not an Gott und hoffte auf eine Antwort. Doch auch er musste erfahren, dass der christliche Glaube keine pfannenfertigen Antworten gibt. Trotzdem fühlte er sich nach seinem Besuch in der Kirche besser.

Wir tauschten uns danach aus, ob es uns auch schon so ergangen war. Hat der christliche Glaube uns auch schon geholfen, in schwierigen Situationen? Wir kamen zum selben Ergebnis wie Paddy. Wir erhalten zwar keine fertigen Antworten, doch der Glaube, und das Wissen, dass Gott da ist, beruhigt uns, und leitet uns in die richtige Richtung, lässt uns das ganze noch aus einem andern Blickwinkel anschauen.

Beeindruckend war, wie stark die jungen Menschen bereit waren, in diesem Thema auch über ihre persönlichen Gefühle und über ihren Glauben zu reden. Eine junge Frau meinte am Schluss der Gruppenrunde: „Wow, ich bin von euch Jungs schwer beeindruckt...“

 

Firmweg-Kerzen

Paddy zündete eine Kerze an in der Kirche. Diese strahlte eine Wärme aus, und gab ihm ein gutes Gefühl. Wir haben am Starttag selbst eine solche Kerze entworfen, welche uns auf dem ganzen Firmweg begleiten wird. Die Kerze steht im Zeichen von unserem Glauben, dem heiligen Geist und unseren Erwartungen an den Firmweg. Wir brachten unsere Gedanken dazu nochmals zu Blatt.

 

 

Abschluss

Zum Schluss trugen wir unsere Erkenntnisse noch einmal zusammen. Wir wurden uns einig, dass es sich lohnt, schwierige Situationen auch einmal aus der Sicht des christlichen Glaubens anzusehen.  Wir möchten auf dem Firmweg gemeinsam auf den Spuren des christlichen Glaubens gehen, zusammen mit den anderen Firmweg-Kandidaten und unseren Firmpaten werden wir uns immer wieder damit auseinander setzen.

Wir liessen den Abend wiederum friedlich in der SpurBar ausklingen.

 

Feedbacks

Am Schluss jedes Anlasses schreiben die jungen Menschen ein Feedback, wo sie auch mit Noten von 1-6 zum Ausdruck bringen, wie sehr der Abend sie in Inhalt, Umsetzung angesprochen hatte, resp. wie gut sie sich als Gruppe auf das ganze eingelassen haben. Der Eindruck, den die FirmwegbegleiterInnen am Abend schon hatten, bestätigte sich hier auf eindrückliche Weise: Die jungen Menschen äusserten sich in ihren Feedbacks begeistert über den Abend, was sich in einer Gesamt-Durchschnittsnote von 5.5 (!) mehr als deutlich zeigte. Hier einige der Feedbacks:

„Ich fand es 1A dieses Thema!“

„Ich habe noch nie über dieses Thema diskutiert, ich fand es enorm, all die Argumente, auch meinen Standpunkt kennen zu lernen.“

„Ich fand den Einstieg mit dem Film gut und wie man anschliessend immer tiefgründiger auf das Thema eingegangen ist.“

„Es war ein Thema, welches ich noch hie so genau studiert hatte. Hat mir geholfen.“

„Es war sehr interessant und darüber könnte man lange diskutieren, weil es wirklich jeden betreffen kann.“

„Ein aktuelles Thema, für das es keine Fertiglösung gibt, man muss selbst denken.“

„Das Thema ist sehr gut gewählt und bringt einem weiter.“ 

„Es war ein sehr interessantes Thema. Eine sehr gute Kollegin von mir ist aktuell davon betroffen.“

„Alle haben ihre Meinung gut eingebracht. Tolles Aufeinandereingehen!“

„Für mich war diese Gruppe sehr gut, da wir offen über den Glauben sprechen konnten.“

„Wir hatten in unserer Gruppe super Lüüt!“

„Es war sehr interessant. Alle waren sehr offen. Es war mega cool.“

„Es hat mir Spass gemacht und ich hoffe, das nächste Mal ist es auch so spannend.“

„Freue mich auf das nächste mal. :)