Starttag 5. September 2009 im Kloster Magdenau
56 junge Menschen aus Flawil starteten auf ihren Firmweg im Rahmen von Firmung ab 18.

Bei wunderschönem Herbstwetter traf eine grosse, bunt zusammengewürfelte Gruppe junger Menschen im Kloster Magdenau ein.
Eines der Ziele des Starttages war sich gegenseitig besser kennen zu lernen, um in einer guten Gemeinschaft, in gutem Teamgeist den Firmweg gehen zu können.
Wichtige Voraussetzung dazu ist, dass die jungen Menschen spüren, dass sie nicht die ZuschauerInnen einer Veranstaltung sind, die die FirmwegbegleiterInnen inszenieren. „Nehmen wir den Vergleich mit einem Fussballspiel“, so hörten die jungen Menschen von den FirmwegbegleiterInnen, „ihr seid nicht die Zuschauer, ihr seid die Spieler! Wir als Firwegbegleitende sind so etwas wie die Coaches, die euch vom Spielfeldrand her begleiten können. Damit es ein gutes Spiel wird und euer Team Erfolg hat, kommt es auf den Einsatz eines jeden auf dem Platz an. Wenn einer pennt, nicht richtig mitmacht, spürt das das ganze Team. Wenn mit gutem Einsatz bei der Sache sind, dann wird der Firmweg zu einem prägenden Erlebnis, das euch weiter bringt.“
Warum mache ich den Firmweg?
Tatsächlich haben sich viele der jungen Menschen mit ganz klaren Erwartungen an diesen Firmweg angemeldet, wie sie am Starttag aufschrieben:
„Ich mache den Firmweg, um meinen Glauben zu vertiefen. Mein Glaube ist mir wichtig und daran arbeite ich.“
„Für mich war es schon immer klar, dass ich den Firmweg mache, da es für mich wie die Taufe dazu gehört. Ich erwarte vom Firmweg eine schöne Zeit und Gedanken über mich und meinen Glauben.“
„Ich will die Verbindung zu Gott mehr aufbauen und mit einer Gruppe etwas unternehmen. Ich erwarte, dass der Firmweg mich dem Glauben an Gott näher bringt und ich eine unvergessliche Zeit erlebe.“
„Ich mache den Firmweg, weil ich die Erfahrungen und Diskussionen am Firmweg mitmachen will und weil ich bis jetzt nur Gutes über ihn gehört habe. Ich erwarte gute Abende, bleibende Erfahrungen und eine gute Vorbereitung auf die Firmung.“
„Ich mache den Firmweg, um den Glauben zu stärken und auch um nach Assisi zu gehen. Ich erwarte vom Firmweg, dass der Glauben stärker wird.“
„Ich erwarte vom Firmweg, dass ich mit viel Freude ein bisschen zum Glauben finde.“
„Ich möchte über mich und die Welt nachdenken, neue und alte Kollegen treffen.“
„Ich mache den Firmweg einerseits aus Tradition, andererseits bin ich sehr gespannt, was das Firmteam unternimmt, um uns den katholischen Glauben näher zu bringen.“
„Ich habe von ältern Verwandten und Bekannten gehört, dass der Firmweg eine gute Sache sei und habe gedacht, ich könnte wieder einmal was für meinen Glauben tun.“
„Mir bedeutet der Glaube sehr viel. Ich finde, es gehört einfach dazu. Ich hoffe, ich lerne noch mehr vom Glauben. Ich finde es aber natürlich auch sehr schön, mit so vielen jungen Leuten zusammen zu sein.“
„Um meinen Glauben an Gott selbstständig zu bestätigen. Ich erwarte einen interessanten, lustigen und auch lehrreichen Weg, damit ich bereit bin, gefirmt zu werden.“
„Ich möchte mir klar werden, ob ich mich überhaupt firmen lassen will oder nicht.“
„Ich möchte den katholischen Glauben besser kennen lernen und erfahren, ob das wirklich meine Bestimmung ist. Ich erwarte gute Gemeinschaft.“
„Dass ich mich mit mir selbst befasse, mich neu kennen lerne, mich mit der Religion, mit Gott auseinandersetze, viel Spass habe und erwachsener werde.“
Teamgeist und gegenseitige Verantwortung
Damit diese Erwartungen in Erfüllung gehen können, ist ein guter Teamgeist, gegenseitiges Vertrauen sehr wichtig. Sie sind eine wichtige Voraussetzung, um auch dem Hl. Geist auf die Spur zu kommen, um den es im Firmweg zentral geht. Darum wurden am Starttag Grundlagen gelegt, damit ein guter Teamgeist entstehen kann. Sich auf einander verlassen zu können, einander zu vertrauen, ist dabei wichtig, aber nicht einfach selbstverständlich.
In einer Übung, wo ein Gruppenmitglied seine KollegInnen, deren Augen verbunden waren, zu führen hatte, konnte nicht nur in der Theorie, sondern in der Praxis erfahren werden, was es heisst, aufeinander zu vertrauen, sich jemandem der Gruppe anzuvertrauen, resp. Verantwortung für die Gruppe zu übernehmen. "Ich fand das gemeinsame blind laufen gut, weil wir so zu den andern Vertrauen aufbauen konnten." meinte einer der FirmkandidatInnen.
Wie packen wir als Team eine Aufgabe an?
In einem Team-Wettbewerb in neuen Gruppen mussten die jungen Menschen ihre Fähigkeit unter Beweis stellen, als Gruppe eine Herausforderung bewältigen zu können.
Sie hatten schnelle, aber auch originelle Gefährte zu konstruieren, die im Wettbewerb gegeneinander antraten, nachdem sie von der Gruppe möglichst gut präsentiert worden waren.
Bei diesem Element war aber ebenso wichtig, dass die Gruppe ihr arbeiten anschliessend kritisch reflektierte: wie die Zusammenarbeit in der Gruppe lief, was für ein gutes Resultat förderlich, resp. hinderlich war. Es gab den einen oder andern Aha-Effekt in der gemeinsamen Analyse, alles wichtige Bausteine für das zukünftige gute Arbeiten in Gruppen.
Das Rennen, wo die Gefährte mit Pusteantrieb fortbewegt werden mussten, erwies sich für manches Gefährt als tückisch. Doch für die Wertung waren ja noch andere Kriterien matchentscheidend.
"Ich weiss eigentlich zu wenig über den christlichen Glauben..."
Wie stark trifft obige Aussage auf dich zu? Dies war eine der Fragen über Glauben und Leben, die die jungen Menschen in einem Spiel beantworten mussten.
"Ist Gott weiblich?" lautete eine andere überraschende Frage.
"Gott ist eine Erfindung der Menschen, eigentlich gibt es ihn gar nicht." so eine weitere provokative Aussage, zu denen die jungen Menschen Stellung nehmen mussten.
Es gab sehr interessante und angeregte Gespräche.
Ich fand es super, man konnte sehen, was die andern vom Glauben halten.
"Ich hätte hier gerne noch viel länger diskutiert", so zwei der Feedbacks.
Firmwegkerzen gestalten
Der Firmweg ist ein längerer Weg der Auseinandersetzung mit dem Glauben. Ausgehend vom Symbol einer Osterkerze erhielten die jungen Menschen den Auftrag, als Begleiter für den Firmweg ihre persönliche Firmwegkerze zu gestalten.
"Die Kerze finde ich eine super Idee!" schrieb eine Firmkandidatin in ihrem Feedback.
Auf jeder Kerze wurde auf eindrucksvolle Weise sichtbar, mit welchen Erwartungen und Hoffnungen die jungen Menschen sich auf den Firmweg machen.
Die Kerzen wurden in der Gruppe zum ersten Mal entzündet und werden im weitern Verlauf des Firmwegs an ganz bestimmten Punkten wieder brennen.
Dass es beim Firmsakrament um Gottes Geist geht, klang am Starttag an, und viel von gutem Geist wurde an diesem Nachmittag bereits spürbar.
„Ich habe einen positiven Eindruck auf das Ganze gewonnen und freue mich auf jedes weitere Beisammensein. Super Team, gute Ideen!“ schrieb einer der jungen Menschen im Feedback.
„Ich fand es toll, da man sich ein erstes Mal seit langem wieder Gedanken zu Gott gemacht hat“, meinte eine andere.
"Abwechslungsreiches, kreatives Arbeiten, gute Zusammenarbeit untereinander!"
"Es war gut, dass wir immer wieder andere Gruppen und Leiter hatten."
"Es ist spannend, wie sich verschiedene Teilnehmer verändert haben. Man lernt einige neu kennen."
"Gute Leitung, nahe bei uns Jugendlichen."
"Vielen Dank für den schönen Tag!"
„Go on like this!“ so einige weitere Feedbacks.
Die eigenen Stärken ins Spiel bringen
Den Schlusspunkt des offiziellen Teils machte eine Runde um ein Feuer. Das Feuer, ein Symbol für Hl. Geist, wurde dabei genährt von Holzscheiten, wo die jungen Menschen drauf geschrieben hatten, was ihre Stärken sind und was sie von sich persönlich in den Firmweg eingeben sollten. Dieses gemeinsame Potential liess ein stattliches Feuer entstehen. Mit einem Gebet um Gottes Segen für den Firmweg klang die Runde ums Feuer aus.
Ein Dank geht hier auch an die Schwestern des Klosters Magdenau, die uns wiederum ihre Gastfreundschaft gewährten. Das Kloster war ein ganz idealer Ort und hat auf seine Art zum guten Gelingen des Starttags beigetragen. Wir sind auch dankbar, dass die Schwestern die jungen Menschen und das Firmwegbegleitteam in ihr Gebet einschliessen.
Abgeschlossen wurde der gelungene Starttag beim gemütlichen Zusammensein in der SpurBar im katholischen Pfarreizentrum, wo etliche dann auf Grossleindwand noch das Fussballspiel Schweiz-Griechenland anschauten und sich über den Sieg der Schweizer freuten.
Weitere Fotos zum Starttag unter Foto-Galerie










