FirmkandidatInnen gestalteten Gemeindegottesdienst auf eindrückliche Weise

Nachdem zwei FirmkandidatInnen die GottesdienstbesucherInnen begrüsst hatten, unter denen auch zahlreiche FirmpatInnen und Familienangehörigen waren, wurde im Halbdunkel die Aufmerksamkeit auf eine schwarze Wand gelenkt.

„Am letzte Firmobig hämer üs mit em Thema Tod usenand gsetzt. Starki Gfühl sind ufe cho. E grossi Läri, Einsamkeit, Angscht und d’Erfahrig, dass der eifach d’Wort fehled. Alles isch dunkel und läär. E grossi Einsamkeit isch i dir inne, totali Dunkelheit“, so erklärte Christine.

Plötzlich brach ein Licht durch die dunkle Wand

„Am Firmwegobig hämer gmerkt, dass das Thema Tod vieli vo üs stark berührt hät. Das mir i dä Firmweggmeinschaft au händ dörfe erfahre, dass mir i üsem Schmerz, i üsere Einsamkeit und Ohnmacht,nöd ellei sind. Es git Hoffnig,und mir hoffed, dass alles Dunkle schlussendlich mit em Liecht vom Läbe durbroche wird.
Mengmol gits Situatione im Lebä, wo mer alli wie vorrerer grosse, schwarzä Wand stönd. Mer sueched denn nach eme Düre­choo, emene Usweg…

Vanessa gab allen Anwesenden zum Überlegen:

Wo i mim Lebä han ich scho emol s‘Gfühl gha, dass ich vorrerer grosse, schwarzä Wand gstande bi?
Wenn bin ich em Thema Tod s‘letscht mol begegnet?
Was hilft mer i de Truur?
Gits e Möglichkeit die Truur z‘durchbrechä?
Wer oder was hilft i dene Situatione?
Cha de Glaube mich stütze?

"Der Tod ist für mich..."

Die jungen Menschen hatten sich am Firmwegabend intensiv mit dem Thema Tod befasst. Entstanden sind dabei eindrückliche Bilder und markante Aussagen:

„De Tod isch för mi e riesigi Lücke uf mim Weg; e Frog, wo mer niemert cha beantworte.“

„De Tod isch för mi de Afang vome neue, no unbe­kannte Lebä, ganz nöch bi Gott.“

„De Tod isch för mi, wie wenn ich i mis Dihei cha goh, denn wenn ich mis Lebä glebt ha.“

De Tod isch för mi de Afang vome neue Kapitel; e völlig neui Erfahrig.“

„De Tod isch för mi wie e Muur, wo dä Weg i d’Zuekunft versperrt und so dä Weg und d’Möglichkeite nochher zerstört. Er isch für mich au es Tor zume dunkle Raum, i dem mer aber nöd cha gseh, was drin isch.“

„De Tod isch för mi s’Endi vome lange Weg; e no sehr ugwüssi , viellicht neui Welt.“

De Tod isch för mi s’Endi vo mim Lebä, doch de Afang vo öppis Neuem; e Frog, wo niemert en Antwort druf weiss oder cha geh. Es git kei Richtig oder Falsch.“

„De Tod isch för mi wie’s Stoppen vonere Linie.“

De Tod isch för mi wie e Frog ohni Antwort, völlig ugwüss; e leers Nüt am Abgrund vo mim Weg.“

„De Tod isch för mi öppis ganz Neus und Fremds, en Erfahrig oder es Gfühl, wo öppis i mer drin denn wird ufwecke.“

„Wenn ich an Tod denke, denn chunt mer immer min Grossvater in Sinn, wo uf tragischi Art und Wis vo üs het müesse goh. Ich bi de Meinig, dass es noch em Tod nöd nüt cha geh“

Leben nach dem Tod?

Die folgende Geschichte regte zum Nachdenken an:

Helen Keller ist taub und blind. Während einem Gespräch wurde folgende Frage gestellt:
«Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?» «Selbstverständlich!» sagte Helen Keller nachdrücklich. «Der Tod ist nichts weiter als ein Gang von einem Raum in den anderen.»
Wir sassen schweigend da. Es war sehr heiss und der Duft der Blüten machte uns schläfrig. Auf einmal sprach Helen Keller wieder. Langsam und sehr bestimmt sagte sie: «Aber für mich gibt es da einen Unterschied. Denn in dem anderen Raum – da werde ich sehen können!»

 Aber wer sagt uns denn wirklich, ob es ein Leben nach dem Tod gibt? Im Johannesevangelium findet sich folgender Text:

Jesus sprach zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin die gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater ausser durch mich.

Getragen werden

Hans nahm in kurzen Gedanken auf ein Bild Bezug, das am letzten Firmwegabend entstanden war, wo es um die Frage ging, was einem im Leben wirklich Halt gibt. Dieses Foto erinnere ihn an seinen Bruder, meinte Hans, wie er kurz vor seinem Tod eine ähnlich frohe, vertrauensvolle Gelassenheit ausgestrahlte, weil er sich getragen fühlte, getragen fühlte von Gott, der ihn auch im Tod nicht fallen lassen würde.
Darum wünsche er allen FirmkandidatInnen, dass sie auf dem Firmweg etwas mehr zu einer frohen, vertrauensvollen Gelassenheit finden dürfen, wie sie auf diesem Bild so schön zum Ausdruck kommt.
Er wünsche zudem, dass sie auf diesem Weg entdecken dürfen, dass sie in ihrem Leben von guten Menschen, aber letztlich auch von einem Gott getragen sind, der sie nie fallen lässt, in ihrer Zeit in dieser Welt, aber auch darüber hinaus. 

Wiä häsch de Firmwegobed über Lebä und Tod gfundä?

Zwei FirmkandidatInnen machten den Abschluss:

Du Vanessa, wiä häsch du dä Firmwegobed über Lebä und Tod gfundä? 

Da Thema han i guet gfunde. Es isch spannend gsi, z’ghöre wiä anderi über da Thema denked, wie sie däzue stönd. Und du Chris?

I find da Thema spannend. Jede chunt emol i d’Situation, wo eim da Thema ganz nöch chunt.