1. Firmwegabend, 21./24. September 09
Schwanger mit 17/18!
Anhand einer konkreten Story, die in einem Film gezeigt wurde, setzten sich die jungen Menschen mit der Frage auseinander, wie sie als junge Frau oder als junger Mann in dieser Situation reagieren würden.
Recht unterschiedliche Meinungen
Ein Firmkandidat schrieb: „Ich würde ihr die Entscheidung überlassen. Wenn sie das Kind möchte, würde ich sie mit aller Kraft unterstützen und nicht zur Abtreibung überreden. Ich kann echt nicht sagen, was ich tun würde, wenn sie abtreiben wollte.“
Eine Firmkandidatin meinte: „Ich wüsste im ersten Moment nicht, wie ich mich entscheiden würde. Ich würde das Kind wohl eher nicht bekommen oder es zur Adoption freigeben, da ich dem Kind keine gute Zukunft geben könnte.“
„Ich denke, jedes Kind hat es verdient leben zu können. Darum würde ich das Kind nicht abtreiben wollen. Wenn jedes das seine dazu beiträgt, dann würde es irgendwie schon gehen.“ so die Meinung eines andern jungen Mannes.
Seine Kollegin aber meinte: „Ich würde abtreiben, weil weder meine Eltern noch ich oder irgendjemand aus der Verwandtschaft Zeit und Kraft für die Betreuung des Kindes hätten. Als weiterer wichtiger Punkt wäre, dass ich als allererstes meine Ausbildung beenden würde.“
So entwickelten sich zum Teil recht intensive Gespräche unter den jungen Menschen, man spürte, diese Frage liess keine(n) kalt. Es zeigte sich, dass dies eine Gewissensfrage ist, die man nicht einfach so schnell und leicht beantworten kann.
BLIGG als direkt Betroffener
Anschliessend bekam diese schwierige Frage ein konkretes Gesicht. Die jungen Menschen hörten einen Song des Schweizer Rappers BLIGG. In diesem seiner Mutter gewidmeten Song schildert BLIGG sehr offen, wie seine eigene Mutter mit 17 mit ihm schwanger wurde und was es für sie und seinen Vater bedeutete, in ihrem Alter zu ihrem Kind zu stehen.
Wichtige Entscheidungen im vor dem Horizont des Glaubens
Die weiterführende Frage lautete: Kann denn der christliche Glaube in so schwierigen Lebensfragen in irgendeiner Weise helfen?
Das Beispiel eines jungen Mannes, der selber in dieser Situation im Verhalten Jesu zwar keine ganz direkte Antwort auf seine Fragen, aber immerhin neue Anregungen fand zeigte: der christliche Glaube, der auf den Worten und Taten Jesu gründet, ist nicht einfach ein Rezeptbuch. Aber der christliche Glaube, das konkrete Verhalten Jesu in verschiedenen Situationen kann helfen, wichtige Fragen vor einem weiteren Horizont entscheiden zu können.
Auseinandersetzung mit dem Beispiel von Jesus
Viele der FirmkandidatInnen hatten am Starttag geschrieben, dass sie sich auf dem Firmweg mit dem christlichen Glauben auseinandersetzen und ihren Glauben vertiefen wollten. Weil dieser christliche Glaube sich auf das bezieht, was Jesus gesagt oder getan hat, erhielten sie den Auftrag, sich mit Hilfe einer Bibel ganz konkret zu überlegen:
Was von dem, was Jesus gesagt und getan hat, findest du für dein Leben auch wichtig?
"Ein spannendes Thema..."
Der erste Firmwegabend fand ein gutes Echo, wie einige Feedbacks zeigen:
„Es ist sicher ein Thema, das bei uns aktuell ist und darum finde ich es auch wichtig, darüber zu reden.“
„Das Thema war gut, der Vergleich mit der Abtreibung sehr gut! So haben sich auch die Jungs mal Gedanken machen können über eine junge Mutter.“
„Ich fand das Thema gut, da man im Leben immer wieder Entscheidungen zu treffen hat.“
„Ich fand das Thema des heutigen Abends gut, da man sich im Alltag zu wenig mit solchen Dingen auseinandersetzt.“
„Es ist ein ernst zu nehmendes Thema, dem man gut eine grössere Beachtung schenken sollte, denn weil es jeden treffen könnte!“
„Ich liebe dieses Thema, weil es endlos ist. Es gibt keine richtige Anwort!“
„Mir hats gefallen, dass jeder seine Aufgabe wahrgenommen und dazu beigetragen hat, dass es wie ich mir vorgestellt habe, ein super Abend wird.“
„Der Song von BLIGG war aktuell, der Film hat zum Nachdenken angeregt.“
„Ein spannendes Thema mit verschiedenen Meinungen. Es war interessant zu sehen, was andere darüber denken.“





