Starttag im Kloster Magdenau 6. Sept. 2008

Start zum 5. Firmweg im Rahmen von Firmung ab 18. Mit 62 jungen Menschen aus Flawil und Niederglatt ist die Gruppe noch grösser als in den bisherigen Jahren.

Als Fazit können wir feststellen: Der Starttag im Kloster Magdenau ist wirklich gelungen, die jungen Menschen haben sich sehr gut auf die verschiedenen Herausforderungen eingelassen. Dementsprechend positiv fielen die Feedbacks aus: „Man lernte die andern sehr gut kennen, nicht nur oberflächlich, sondern auch ihre Meinungen und was sie glauben“, so fasste ein junger Mann zusammen, was im Feedback immer wieder genannt wurde.

Mitverantwortung wichtig

Mit Hilfe des Vergleichs mit einem Fussballteam machten die FirmwegbegleiterInnen den jungen Menschen klar, welche Rolle sie auf dem Firmweg haben: Sie sind nicht die ZuschauerInnen eines von den Firmwegteam inszenierten Schauspiels, sie bilden vielmehr die Teams, die in verschiedenen wechselnden Gruppen das Spiel austragen. 

Wie es beim Fussballteam auf jeden Spieler ankommt, so ist auch für das gute Gelingen des Firmwegs der aktive Beitrag jedes einzelnen wichtig. Es liegt nicht einfach in der Verantwortung der FirmwegbegleiterInnen, ob der Firmweg eine gute Erfahrung für alle wird. Wenn in einem Fussballteam einer pennt, ist es in der Verantwortung seiner Mitspieler, ihren Kollegen zu "wecken".

Ein guter Teamgeist ist eine wichtige Voraussetzung, um auch dem Hl. Geist auf die Spur zu kommen, um den es im Firmweg zentral geht. Darum wurden am Starttag Grundlagen gelegt, damit ein guter Teamgeist entstehen kann.

Sich auf einander verlassen zu können, einander zu vertrauen, ist dabei wichtig, aber nicht einfach selbstverständlich. 

In einer Übung, wo ein Gruppenmitglied seine KollegInnen, deren Augen verbunden waren, zu führen hatte, konnte nicht nur in der Theorie, sondern in der Praxis erfahren werden, was es heisst, aufeinander zu vertrauen, sich jemandem der Gruppe anzuvertrauen, resp. Verantwortung für die Gruppe zu übernehmen. "Diese Übung, wo ich in schwierigem Gelände absolut auf meine Kollegen vertrauen musste, war eindrücklich." meinte einer der FirmkandidatInnen.

Wie packen wir als Team eine Aufgabe an?

In einem Team-Wettbewerb in neuen Gruppen mussten die jungen Menschen ihre Fähigkeit unter Beweis stellen, als Gruppe eine Herausforderung bewältigen zu können.

Sie hatten originelle Gefährte zu konstruieren, die im Wettbewerb gegeneinander antraten. Dabei war ebenso wichtig, genau hinzuschauen, was in der Gruppe gelaufen war, was für ein gutes Resultat förderlich, resp. hinderlich war. Es gab den einen oder andern Aha-Effekt in der gemeinsamen Analyse, alles wichtige Bausteine für das zukünftige Arbeiten in  Gruppen. 

Das Rennen, wo die Gefährte mit Pusteantrieb fortbewegt werden mussten, erwies sich für manches Gefährt als tückisch. Doch für die Wertung waren ja noch andere Kriterien matchentscheidend.

Wie schätze ich andere ein?

In einem Spiel mussten sich die jungen Menschen wiederum in neuen Gruppenkonstellationen mit verschiedensten Fragen zu Leben und Glauben auseinandersetzen und dabei sich gegenseitig einschätzen. 

Auch hier gab es die eine oder andere Überraschung. "Ich hätte nicht gedacht, dass das, was Jesus gesagt hat, für dich eine so grosse Bedeutung hat", meinte eine etwas verblüfft zu ihrem Kollegen.

Firmwegkerzen gestalten

Der Firmweg ist ein längerer Weg der Auseinandersetzung mit dem Glauben. Ausgehend vom Symbol einer Osterkerze erhielten die jungen Menschen den Auftrag, als Begleiter für den Firmweg ihre persönliche Firmwegkerze zu gestalten.

Auf jeder Kerze wurde auf eindrucksvolle Weise sichtbar, mit welchen Erwartungen und Hoffnungen die jungen Menschen sich auf den Firmweg machen. 

Die Kerzen wurden in der Gruppe zum ersten Mal entzündet und werden im weitern Verlauf des Firmwegs an ganz bestimmten Punkten wieder brennen.

Dass es beim Firmsakrament um Gottes Geist geht, klang am Starttag an, und viel von gutem Geist wurde an diesem Nachmittag bereits spürbar. „Da wir aufeinander zu gegangen sind, war es sehr entspannt und der gegenseitige Respekt war da.“ schrieb einer der jungen Menschen im Feedback.

„Vertrauen und Miteinander leben ist ein Thema, das auch im Alltag aktuell ist, daher war es spannend“, meinte eine andere. „Ich habe intensive Gespräche geführt.“ und „Ich freu mich aufs Neue“ ergänzten zwei weitere. Dem schliessen wir uns vom Firmweg-Begleitteam gerne an.

Den Schlusspunkt des offiziellen Teils machte eine Runde um ein Feuer. Das Feuer, ein Symbol für Hl. Geist,  wurde dabei genährt von Holzscheiten, wo die jungen Menschen drauf geschrieben hatten, was sie von sich persönlich in den Firmweg eingeben sollten. Mit einem Gebet um Gottes Segen für den Firmweg klang die Runde ums Feuer aus.

Abgeschlossen wurde der gelungene Starttag beim gemütlichen Zusammensein in der SpurBar im katholischen Pfarreizentrum.