So viele von euch schon getauft...

Im Rahmen einer Begegnung trafen sich in der vergangenen Woche die 59 FirmkandidatInnen von Flawil-Niederglatt mit den Firmspendern Bischof Markus Büchel und Pfarrer Josef Wirth. Der Saal im Pfarreizentrum war bis auf den letzten Platz gefüllt, waren doch zu dieser Begegnung auch FirmpatInnen und Eltern eingeladen.

„Wa goht enä dur de Chopf, wenn Sie do so viel Firmkandidate und Firmkandidatinne gsehnd?“ so fragte ein Firmkandidat Bischof Markus. 

Dieser meinte:
„Ich finde das super, es sind sicher auch viele darunter, die ich in meiner Zeit als Pfarrer in Flawil getauft habe. Ich würde sie aber wahrscheinlich nicht mehr erkennen. Aber Eltern, Seelsorger, die Pfarreigemeinschaft, Götti und Gotte haben seither mit euch einen Weg gemacht, der dazu geführt hat, dass ihr gesagt habt: „Rund um den Kirchturm und in der Kirche, da ist ein Leben da, welches mir auch etwas bedeutet. Darum möchte ich mit dieser Kirche weiter den Weg gehen, ich möchte mit denen auch etwas zu tun haben, und darum lasst ihr euch auch firmen.“

Pfarrer Josef Wirth, der zusammen mit Bischof Markus Büchel das Sakrament der Firmung spenden wird meinte: "Mir macht es Eindruck, wie ihr euch mit wichtigen Fragen auseinandersetzt und wie ihr hier auf dem Firmweg eine gute Gemeinschaft erleben dürft."

"Wie haben Sie persönlich ihre Firmung erlebt?" wollten dann die jungen Menschen von den Firmspendern wissen. Bischof Markus Büchel antwortete:

"Meine Firmung sah anders aus als jetzt bei euch, ich habe fast keine Erinnerung mehr daran. Damals im kleinen Dorf Rüti kam der Bischof alle 4 Jahre und hat die 3.-6. Klässler miteinander gefirmt. Ich hatte damals am Weissen Sonntag in der 3. Klasse Erstkommunion und einen Monat später war schon die Firmung. Ich glaube, wir hatten keine grosse Vorbereitung..."

"Was möchten Sie uns mit auf den Weg geben?" wollten die FirmkandidatInnen wissen. "Mein grosser Wunsch ist, dass die Firmung nicht der Abschluss ist von eurer Beziehung zur Kirche", gab Bischof Markus Büchel zur Antwort. "Ihr werdet nicht zur Kirchengemeinschaft hinausgefirmt. Mein Wunsch wäre, dass ihr das, was ihr da auf dem Firmweg erlebt habt, auch nach der Firmung immer wieder in die Gemeinschaft der Kirche einbringt. Denn Glauben ist auch später ein Weg, ein Weg in Gemeinschaft, so wie ihr das auf dem Firmweg erlebt habt."

Die jungen Menschen stellten den Firmspendern, den FirmpatInnen und den Eltern einige Highlights aus dem Firmweg vor. Ergänzt wurde das ganze durch einem bunten Film mit Eindrücken von der eben grad erlebte Assisireise. 

Darauf erklärten die jungen Menschen, was der Firmweg ihnen insgesamt gebracht hat. Stellvertretend eines der Voten: „I find d‘Themene sind sehr aktuell xi und hend mi zum nohdenke brocht. Usserdem hani vieli neui Lüt kenneglernt, und vieli alti Kolleginne und Kollege troffä zum über Gott und d’Welt rede.“

Im anschliessenden Gottesdienst, den einige der FirmkandidatInnen vorbereitet hatten, erklärten alle jungen Menschen den beiden Firmspendern persönlich, wieso sie sich am 6. Juni firmen lassen wollen. 

Sie  bekräftigten dies mit dem Anzünden der Firmwegkerze und dem Einschreiben ihres Namens. 

Der eindrückliche Abend klang anschliessend aus mit einem gemütlichen Apero bei bester Stimmung.